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Waffenrecht

Das Waffengesetz (WaffG) regelt den Umgang mit Waffen (inkl. Klingenwaffen), Schußwaffen und Munition in Deutschland sowie den Erwerb, die Lagerung, den Handel und die Instandsetzung von Waffen. Auch definiert es die verbotenen Gegenstände (z. B. Würgehölzer, Schnappmesser, Schlagringe) und verbietet deren Besitz, Inverkehrbringen etc.

International betrachtet gehört das Deutsche Waffengesetz zu einem der strengsten in Europa.

 

Voraussetzungen zum Erwerb von Schußwaffen

Wer erlaubnispflichtige Schußwaffen erwerben oder besitzen will, benötigt eine Waffenbesitzkarte (WBK).

 

Von der Waffenbesitzkartenpflicht ausgenommen sind Gas- und Schreckschußwaffen, sowie Luftdruck-, Federdruck- und Co2 - Waffen, die ein entsprechendes Prüfzeichen aufweisen (F im Fünfeck). Diese Waffen dürfen von Personen ab 18 Jahren frei erworben werden.

 

Die Waffenbesitzkarte berechtigt, die tatsächliche Gewalt über die darin eingetragene Waffe auszuüben, sie innerhalb des befriedeten Besitzes wie Wohnung oder Wohngrundstück zu führen und sie z.B. zum Schießstand oder zur Reparatur zu einem Büchsenmacher zu transportieren. Beim Transport darf die Waffe nicht zugriffsbereit und nicht geladen sein. Waffe und Munition sind getrennt zu transportieren.

 

Voraussetzung für die Erteilung der WBK ist die persönliche Eignung, Zuverlässigkeit, Sachkunde im Umgang mit Waffen und das Bedürfnis zur Verwendung der Waffe.

 

Die Zuverlässigkeit wird generell durch die Waffenbehörde überprüft. Der Nachweis der Sachkunde und des individuellen Bedürfnisses sind durch die antragstellende Person zu erbringen.

 

Waffenbesitzkarte für Sportschützen:

Nachweis einer mindestens einjährigen, regelmäßigen schießsportlichen Betätigung nach überörtlichen Regeln, z.B. durch Bescheinigung des anerkannten Schützenverbandes über Bedürfnis, ab der 3. Kurzwaffe besondere Bedürfnisbescheinigung durch den anerkannten Schützenverband, dem der Verein angehört. Ferner ist ein Zeugnis über eine abgelegte Sachkundeprüfung vorzulegen.

 

Sachkunde

Nach dem Waffengesetz müssen alle, die Umgang mit Waffen und Munition haben, bzw. eine Langwaffe oder Kurzwaffe erwerben wollen, einen Sachkundenachweis, die so genannte Waffensachkundeprüfung ablegen.

Sportschützen, die ein Bedürfnis nachweisen können, erhalten die Waffenbesitzkarte nur wenn sie die Sachkundeprüfung bestanden haben.

Der Waffensachkundelehrgang mit der abgelegten Waffensachkundeprüfung nach dem Waffengesetz ist für den Waffenerwerber wie der Führerschein für das Automobil.

In der Waffensachkundeprüfung zeigt der angehende Sportschütze, dass er die grundlegenden waffengesetzlichen Vorschriften, sowie die sicherheitsrelevanten, waffentechnischen und ballistischen Grundkenntnisse erworben hat. Dies wird durch ein Zeugnis belegt. Er ist dann geschult im Umgang mit Schußwaffen und kann selbstständig z.B. ein Waffenstörung ohne Gefährdung der umstehenden Schützen beseitigen.

Erst nachdem dieser vom Waffengesetz verlangte Waffensachkundenachweis als Grundstock erworben worden ist, darf die Behörde dem Sportschützen eine waffenrechtliche Genehmigung ausstellen.

In den Waffensachkundelehrgängen wird besonderer Wert auf die theoretische und praktische Ausbildung gelegt. Jeder Teilnehmer wird an Langwaffen und Kurzwaffen ausgebildet und ist nach dem Waffensachkundelehrgang in der Lage auf dem Schießstand bzw. beim Führen einer Waffe den sicheren Umgang mit der Waffe zu beweisen.

 

Auch das Verhalten auf dem Schießstand wird geübt, damit die zukünftigen Standnachbarn auf Schießanlagen sicher sein können, gefahrlos am Schießtraining teilzunehmen.

 

Eine Vorbereitungshilfe auf die Waffensachkundeprüfung finden Sie auf unserer Downloadseite